
2019 NO BORDERS urban art Krebs aus der Volme Dietmar Schneider
Beschreibung
Dietmar Schneider Wandarbeit Offiziell öffentlich zugänglich Urban Art der invasible Krebs im Fluss die Volme keiner will Ihn haben genau wie viele zugereiste .... No Borders . Projekt Antifa HAGEN Dietmar Schneider gemeinsam entwickelt. Gemeinsam in Bewegung – Farbe, Begegnung, Identität Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit mit über 50 Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, insbesondere aus Sinti- und Roma-Communities. Ausgangspunkt war eine einfache, aber wirkungsvolle Struktur: Zufall und Begegnung. Die Teilnehmenden zogen Lose, die ihnen jeweils eine von zehn vorgegebenen Farben zuwiesen. Gleichzeitig bestimmten weitere Lose die Arbeitsgemeinschaften – immer zwei Kinder, die sich zuvor nicht kannten, fanden sich als Team zusammen. Diese zufälligen Begegnungen wurden zur Grundlage eines gemeinschaftlichen künstlerischen Prozesses. Auf der Mauer entstanden so farbige Flächen, die nicht klar voneinander abgegrenzt sind, sondern ineinander übergehen, sich vermischen und neue Farbräume bilden. Die Übergänge sind fließend – so wie auch Begegnungen zwischen Menschen neue Perspektiven eröffnen und Identitäten sich nicht statisch, sondern dynamisch entwickeln. Das Projekt blieb jedoch nicht auf die Malerei beschränkt: Tänzerinnen und Tänzer reagierten performativ auf die entstandenen Bildwelten. In ihren Bewegungen spiegelten sich die Prozesse von Annäherung, Fremdheit und Verbindung wider und erweiterten die visuelle Arbeit um eine körperliche, lebendige Dimension. Ergänzt wird die Mauer durch eine großformatige Urban-Art-Arbeit von Dietmar Schneider. Sie zeigt Flusskrebse – invasive Arten, die sich in heimischen Gewässern ausbreiten, obwohl sie dort ursprünglich nicht beheimatet sind. Dieses Motiv verweist bewusst auf gesellschaftliche Wahrnehmungen von „Fremdheit“ und Zugehörigkeit. Die Krebse werden oft als Störung betrachtet, ähnlich wie Menschen, die als „nicht dazugehörig“ wahrgenommen werden. Das Kunstwerk stellt diese Parallele nicht als Gleichsetzung, sondern als kritische Reflexion dar: Wer entscheidet, wer dazugehört? Und was entsteht, wenn wir – wie in diesem Projekt – Grenzen auflösen und uns auf Begegnung einlassen?