
2024 2 Holocaust 7.10.2023
Beschreibung
Der hinterlistige Überfall der Hamas in Israel auf ein Friedenscamp die Ermordung 1407 Menschen und Verstümmelung von tausenden von Menschen. Ich gebe jedem ein Gesicht um niemals zu vergessen. Am 7. Oktober 2023 wurden in Israel 1407 Menschen ermordet. 1407 Leben. 1407 Geschichten. 1407 Gesichter. Diese Ausstellung versammelt 1407 gemalte Porträts – jedes einzelne steht für einen Menschen, dessen Leben durch fanatischen Hass ausgelöscht wurde. Die schiere Anzahl der Arbeiten ist kein formales Mittel, sondern ein bewusstes Statement: Die Masse soll überwältigen, soll spürbar machen, was Zahlen allein nicht vermitteln können. Hinter jeder Zahl stand ein Mensch. Die Serie versteht sich als künstlerisches Erinnern. Sie dokumentiert nicht im journalistischen Sinn, sondern im emotionalen. Die Wiederholung der Gesichter ist eine stille Anklage gegen Gewalt, gegen Entmenschlichung, gegen ideologischen Fanatismus. Zugleich ist sie ein Akt der Würdigung – jedes Porträt ein Versuch, Individualität zurückzugeben, wo sie brutal ausgelöscht wurde. Die Arbeiten richten den Blick jedoch nicht ausschließlich in die Vergangenheit. Erinnerung allein genügt nicht. Diese Ausstellung stellt Fragen an die Gegenwart und an die Zukunft: Wie konnte es geschehen? Welche Formen von Radikalisierung, Hass und Entmenschlichung bereiten den Boden für solche Taten? Und welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft, um Dialog, Empathie und Menschlichkeit zu stärken? Die 1407 Gesichter fordern uns auf, nicht wegzusehen. Sie fordern uns auf, miteinander zu sprechen. Sie fordern uns auf, wachsam zu bleiben. Diese Serie ist aus dem Bedürfnis entstanden, dem Unfassbaren eine sichtbare Form zu geben – nicht um zu verharren, sondern um zu verhindern, dass sich Geschichte in neuer Gestalt wiederholt. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt Verantwortung übernehmen. Erinnern heißt Zukunft gestalten.