DIETMAR SCHNEIDER
20250625_122312.jpg

2025.3. Israel 1407 Faces

Zurück zur Übersicht

Beschreibung

Am 7. Oktober 2023 wurden in Israel mindestens 1407 Menschen ermordet und hunderte verstümmelt und schwer verletzt . 1407 Leben. 1407 Geschichten. 1407 Gesichter. Diese Arbei versammelt 1407 gezeichnete Porträts – jedes einzelne steht für einen Menschen, dessen Leben durch fanatischen Hass der Hamas ausgelöscht wurde. Die schiere Anzahl der Arbeiten ist kein formales Mittel, sondern ein bewusstes Statement: Die Masse soll überwältigen, bedrücken soll spürbar machen, was Zahlen allein nicht vermitteln können. Hinter jeder Zahl stand ein Mensch. Die Werkgruppe versteht sich als künstlerisches Erinnern. Sie dokumentiert nicht im journalistischen Sinn, sondern im emotionalen. Die Wiederholung der Gesichter ist eine stille Anklage gegen Gewalt, gegen Entmenschlichung, gegen ideologischen mohamedanischen Fanatismus. Zugleich ist sie ein Akt der Würdigung – jedes Porträt ein Versuch, Individualität zurückzugeben, wo sie brutal ausgelöscht wurde. Die Arbeiten richten den Blick jedoch nicht ausschließlich in die Vergangenheit. Erinnerung allein genügt nicht. Diese Arbeiten stellten die Fragen an die Gegenwart und an die Zukunft: Wie konnte dies geschehen? Welche Formen von Radikalisierung, Hass und Entmenschlichung bereiten den Boden für solche Taten? Und welche Verantwortung tragen wir als Gesellschaft, um Dialog, Empathie und Menschlichkeit zu stärken? Die 1407 Gesichter fordern uns auf, nicht wegzusehen. Sie fordern uns auf, miteinander zu sprechen. Sie fordern uns auf, einzu schreiten . Diese Serie ist aus dem Bedürfnis entstanden, dem Unfassbaren eine sichtbare Form zu geben – nicht um zu verharren, sondern um zu verhindern, dass sich Geschichte der 2 Holocaust in neuer Gestalt wiederholt. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt Verantwortung übernehmen. Erinnern heißt Zukunft gestalten.