
2013 Totenmaske Max Schneider
Beschreibung
Totenmaske – Max Schneider Diese kleine Werkgruppe ist meinem Vater Max Paul Willi Schneider MAX Rufname gewidmet. Für uns Kinder war er immer da. Ein Vater, der sich selbst zurückstellte, der alles tat für seine Familie – für seine Kinder, für seine Frau. Die Familie stand für ihn immer an erster Stelle. In dieser Rolle war er von einer großen Herzlichkeit, Wärme und Güte geprägt, wie man sie sich als Kind nur wünschen kann. Er war liebevoll, offen und zugewandt, jemand, der nicht an sich dachte, sondern immer an uns. Auch wenn die finanziellen Möglichkeiten begrenzt waren, hat er uns vieles ermöglicht – oft mehr, als eigentlich möglich schien. Wie jeder Mensch hatte auch er seine Widersprüche. Er konnte sehr eifersüchtig sein, besonders wenn neue Menschen in unser Leben traten. Das fiel ihm schwer, und manchmal ging er dabei über das Ziel hinaus. Doch hinter all dem stand stets dieselbe Haltung: der Wunsch, zu schützen, zu bewahren, festzuhalten. Diese Ambivalenz – Fürsorge und Begrenzung, Nähe und Schwierigkeit – ist Teil der Erinnerung und Teil dieser Arbeit. Die hier gezeigte Serie kreist um seine Totenmaske. Sie ist nicht nur Abdruck eines Gesichts, sondern ein stilles Zeugnis eines Lebens, das uns geprägt hat. In ihr verdichten sich Erinnerung, Verlust und die Frage nach dem, was bleibt. Die Totenmaske von Max Schneider ist damit weniger ein Ende als vielmehr ein Ausgangspunkt – für das Weiterdenken, das Erinnern und das Sichtbarmachen einer persönlichen Geschichte.